Satire, Fotos, coole Typen

(Text: Uwe Kullnick, Fotos: blende1 ) 

 

 

 

Ein Preisträger in guter Leselaune, ein weiterer, eigentlich eine ganze Truppe, in Action, Hektik und ein wenig Wahnsinn, sowie Beiträge, die den Abend unvergessen machen, das war die Mischung des Abends im Kaleidoskop. 

Doch der Reihe nach. Es brodelte im Zuschauerraum. Die Stimmung war schon zwanzig Minuten vor Beginn recht aufgeregt. Eigentlich seltsam, wusste man doch wer die Preise bekam und erwartete daher keine Überraschungen. Es muss wohl mit Weihnachten, der letzten Veranstaltung vor den Feiertagen, dem besonderen Anlass, den eingeladenen Künstlern und damit zu tun gehabt haben, dass schon früh alles bis auf den letzten Platz besetzt war. Sogar die Mikrophonprobe, Csaba’s üblicher Kampf mit dem Mikrophon, schien ein Programmpunkt zu sein, wenn man die fröhliche Interaktion zwischen ihm und seinem Publikum so werten möchte. Nun ging es wirklich los. 

 

Acht rote Krawatten unter gleich vielen grünen Saccos mit viel Mann Drumherum und dann auch noch alles Polizisten, verschafften sich sowohl Raum auf der Bühne als auch Gehör im Saal.  Schwups war ich in Gedanken im Kino, dachte an einen ganz besonderen Film, den ich sehr liebe und konnte in meinem eingebildeten Bass mitsingen. Walt Disneys Dschungelbuch: Das Freundschaftslied, im Film gesungen von den drei Geiern, klang durch den Raum, und nicht nur ich habe leise mitgesungen. 

Der Chor der Polizei, Preisträger des letzten Jahres, schaffte es gleich von Anfang an, das Publikum mitzunehmen. Die sieben Stücke, die sie vortrugen, kulminierten in La Montanara, und man merkte, dass sie damit den Hör-Nerv des Publikums getroffen hatten. Das zeigte auch der donnernde Applaus.  

 

Im Anschluss folgte eine Geschichte darüber, wie ein Buch durch die hektische Überbeteiligung eifriger Schreiber entgleisen konnte und ein Karikaturist schwer kämpfen musste, um sich zwischen all den Worten zu behaupten. Franz Eder, ebenfalls Vorjahressieger las aus seinen Büchern und hatte als Überraschung etwas mitgebracht. Csaba Gal bekam als Dankeschön für seine Arbeit als Leiter des Kaleidoskops eine Karikatur geschenkt. Großes Hallo im Zuschauerraum und mancher hätte sich wohl auch so etwas gewünscht. 

 

 

Nun musste noch etwas angekündigt werden, sonst hätte man nicht verstanden, warum die Mitglieder von Blende 1, einem der Preisträger des Abends, wie ein Schwarm Mücken herumschwirrten, fotografierten, schwatzten und planten, wie für eine Fotoolympiade. Es gab nämlich eine Interaktive Session vorzubereiten. Die Zuschauer sollten drei freie Themen nennen und Blende 1 wollte dazu am Ende der Veranstaltung ad hoc eine Fotosession präsentieren. Die vom Publikum genannten Themen waren schwierig genug: 

1. Papst

2. Komik

3. Rotes Barett (was wohl als Anspielung auf Csaba‘s rote Baskenmütze gemeint war.

Die Linsenträger schwirrten aus und wurden kreativ

 

Csaba dankte Franz Eder, allen Unterstützern und Künstlern mit einem „Lied vor der Pause“, dann schickte er uns in dieselbe. 

Irgendwie sind selbst die Pausen im Kaleidoskop etwas Besonderes, aber auch diese ging zu Ende und wir steuerten auf die Verleihung der beiden Preise zu. 

 

 

 

Toni Drexler ist der Kreisheimatpfleger von Fürstenfeldbruck und Leiter der ältesten Kleinkunstbühne Bayerns, des "Hörbacher Montagsbrettl"r, hielt die Laudatio auf seinen Freund Helmut Eckl.

 

 

 Viel Sachkenntnis, Freundschaft und Verehrung als Schriftsteller sprach aus der Rede für den Münchner Turmschreiber. Besonders wurde das aus folgender Sequenz deutlich: „Ich nenne ihn nicht das Urgestein, sondern den Schweinsbraten der Münchner Szene.“ Dieser Satz vermittelte jedem das schriftstellerische Zentrum von Eckls Werk und Art und das macht wohl auch seine Beliebtheit aus.

 

 

 

 

 

Es folgte die nächste Laudatio. Il Mimo - sprich Wolfgang Fendt - übernahm es Blende 1 vorzustellen und seine persönlichen Erfahrungen mit diesem besonderen Fotoclub zu schildern. Das tat er als Pantomime natürlich nicht nur verbal, sondern mit ganzem Körpersatz. Der bekannte komödiantische Pantomime unterhielt das Publikum mit zwei Stücken aus seinem Riesen-Repertoire, dem Gondoliere und der Königin der Nacht. Beides beeindruckte das Publikum sehr und zeigte, dass auf der Bühne ein Könner stand, der nicht nur bei Pantomime-Festivals, der Eröffnung von Kulturveranstaltungen brilliert, sondern in der letzten Woche im neuen Kluftinger-Film „Seegrund“ als „Martl“ zu sehen war.

 

 

 

 

Die Preise für ihr künstlerisches Werk, eigens für diesen Zweck angefertigte Teller, fanden durch zwei liebenswerte Damen vermittelt, ihren Weg in die Hände der Preisträger. Das Publikum war mehr als einverstanden und es gab große Zustimmung zu dieser Verleihung. 

 

Nun lief Blende 1 Fotoclub e.V. München zu großer Form auf. Die gestellte Aufgabe, Fotos zu den obengenannten Themen Papst, Komik und rotes Barett zu zeigen, wurde unter großem Gelächter, zustimmendem Applaus und vielen überraschten Aus- und Zurufen absolviert. Insgesamt waren tolle Fotos, und witzige Einfälle zu sehen und alle waren sich einig, die Aufgabe war mehr als nur erfüllt. 

 

Doch nun kam der Burner. Die Rolli Gang rückte an. Sarah Hadyk, Orazio Greco, Alexander Eberle und Benny Dannecker positionierten sich unter der Unterstützung ihres Bandleaders René Vollmar auf der Bühne. Dann war die Rolligang zum Loslegen bereit. Die Musik begann und von der ersten Minute an hatten sie das Publikum in der Hand oder besser mit ihrem Charme und Esprit gefangen.

 

 

Sie sangen von sich und ihrem Leben Du bist okay, aber auch bekannte Hits wie Rock around the Clock, This Land is Your Land und Marmor Stein und Eisen bricht und brachten damit die Zuhörer, zum Nachdenken, Lächeln, zum Mitsingen und Rocken. Es war eben genau so wie es sein sollte. Die Rolligangsters sind eine Gesangsgruppe Jugendlicher mit unterschiedlichen körperlichen Behinderungen und das machte ihren unnachahmlichen Charme und ihre Bedeutung für den ganzen Abend aus. Sicherlich haben viele Gäste des Kaleidoskops auch lange nach dem Ende der Veranstaltung, die Musik, den Rhythmus und die gute Stimmung der fünf Künstler und ihres Bandgründers und Betreuers im Kopf gehabt. Und das ist super! PS Man kann sie auch buchen!)

 

Damit schloss die letzte Veranstaltung des Künstler Kreises Kaleidoskop im Jahr 2013. Mit Einfühlungsvermögen, Ausdruckskraft, Unterhaltungswert und viel menschlicher Wärme war das Programm Höhepunkt des Jahres. Das Gruppenfoto mit allen Künstlern war das lebende Bild für einen gelungene Abend, menschliches Engagement und Freude, wobei das ja immer das Beste ist.  

 

 

http://www.polizeichor.de/ 

www.franz-eder.de/

http://www.helmut-eckl.de/ 

www.il-mimo.de

http://www.rolligang.de/

http://www.blende1fotoclub.com

 

 

 

   

 

 

 

 

 

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