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So war´s am 7. November 2011

KünstlerKreis-Kaleidoskop

im Theater-Platz Wirtshaus am Hart

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Jürgen Wegscheider, Uhla Halbe, Markus Nagy,Conrad Cortin,

Ètienne Gillich, Heine Almstätter, Csaba Gàl,

 

 

Noch bevor es so richtig begann, stimmten uns Ètienne Gillich und Heini Almstätter schon mal mit schwungvoll gesungenen und getanzten Broadway-Songs ein – vermutlich zur geistigen Lockerung für alle ängstlichen Bewahrer der deutschen Sprache (und für die anderen ein Riesenspaß), denn anschließend kamen die ungezählten täglich von uns benutzten französischen Wörter dran; und um alle spitzfindigen Verirrungen über Vertrautes und Fremdes so recht überflüssig zu machen, ließen sie sich, inspiriert vonKarl Valentin, schließlich noch über Unfranzosen, Franzlose und Franzosen aus.

 

 

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Was Kurzes, was Halblanges, was Längeres – nein, da stand keine Frau vor dem Kleiderschrank, denn nun amüsierte uns Conrad Cortin mit dem verblüffenden Charme seiner Protagonisten. Er hatte Aphorismen und Geschichtchen für diese Lesung nach ihrer Länge sortiert, und auch der Schluss war wieder sehr kurz gefasst: „Ja, ich glaub, ich hör’ jetzt mal auf“, sodass sich vor dem inneren Auge des Hörers so etwas wie– na, ich möchte sagen wie eine Spindel ergab. Oder hat jemand eine andere Idee?

 

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Von Aldi und Lidl, von guaden Menschen und vom Gsindl sang Markus Nagy aus Giesing gleichzeitig zu seinem Gitarren-, Schlagzeug- und Mundharmonikaspiel: Jaja, wenn man nicht alles selber macht! Die Tatsache aber , dass so mancher fröhlich den Takt mit schlug, schien zu beweisen, dass die Behebung von Missständen durch ihr Besingen nicht mehr so ganz unmöglich ist –, oder ist das vielleicht doch etwas zu optimistisch gedacht?

 

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Endlich kam nach der Pause dann auch die Liebe dran:

Mit Texten von Busch, Tucholsky und Ringelnatz hat uns Jürgen Wegscheiders Vortrag gezeigt, wie es der Profi macht.

 

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Im Anschluss präsentierte uns Uhla Halbe aus ihrem noch druckfrischen Lyrikband

(„Gedankensprünge an der Isar“) kleine Häppchen, wie sie es nannte.

Ob „Dienstagspause“, „Macho“ oder „Undankbar“ – am Ende hatte sie uns damit ganz schön den Mund wässrig gemacht.

 

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Alles in allem ein heiterer Novemberabend, an dem auch Csaba Gál noch zur Gitarre griff.

 

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